Harmonie, Bonn, 28.02.2010


Ticket


01) Masters Of War
02) Terrorist
03) War
04) Bang Bang
05) 21st Century
06) The Thrill Of It All
07) Shake A Tail Feather
08) It Wasn´t Me
09) The Promise*
10) Long Neck Goose*
11) One Hair
12) Crazy Beautiful
13) Long Hard Road
14) Ain´t Nobody White
15) The Porch
16) Freezin´ In Hell
17) Liberty
18) When You Were Mine
19) Take Me To The River
20) Little Latin Lupe Lu
21) Do You Feel Alright?
22) Tough Kid
23) Soul Kitchen

* Mitch Ryder änderte spontan die Songreihenfolge.
 


„I Wish You A Long Life – And Have Fun!“ 
– so die Wünsche von Mitch Ryder an sein Publikum nach “Soul Kitchen“. Diese Worte gaben in etwa das Feeling wieder, welches an diesem Abend in Bonn transportiert wurde. Es war ein atemberaubendes Konzert! Ich habe mich nach der Show noch mit einem treuen Fan unterhalten (Ronnie), er benutze die Vokabel „Gesamtkunstwerk“ – er hatte recht, denn besser kann man dieses Konzertereignis nicht umschreiben. Wir erlebten einen super aufgelegten Mitch Ryder, dem man die Grippe, die ihn noch zu beginn der Tournee quälte, nicht mehr anmerkte.
Die diesjährige Show war ein wenig anders als in den vergangenen Jahren, wir erlebten eine Veränderung: Mal kein „Heart Of Stone“, kein „Gimme Shelter“. Mitch Ryder präsentierte uns 23 (!) Songs und blieb dabei über 2 ½  Stunden auf der Bühne. Engerling gaben wieder einmal alles, was sie zu bieten haben, Heiner Witte und Gisbert Piatkowski brillierten, letzterer bot gar atemberaubende Soli. Ich erlebte viele Mitch Ryder-Songs interpretationstechnisch neu. Vor allem die ersten vier Songs stachen dabei hervor, schon der erste zauberte eine Gänsehaut bei mir, „Masters Of War“ in einer Stilistik, die mich an die Dylan-Interpretationen aus den 90er Jahren erinnerte. Auch die nächsten drei Songs griffen das „Anti-War“-Thema auf. Großartige Momente aus einem Guss! Doch Mitch Ryder agierte keineswegs verbissen. Er präsentierte uns Tanzeinlagen und sprühte vor Humor und Selbstironie, dazu ein paar Beispiele: „Am Freitag feierte ich meinen 65sten Geburtstag. Am Tag darauf besuchte ich ein Cafe und traf dieses junge Girl. Sehr, sehr jung – sie war 57. Ich dachte mir: Why not?“ Oder als ein Fan im Publikum verzückt dreimal kurz rief: „Blues, Blues, Blues“. Darauf  Mitch Ryder: „Oh, my dog is here!“ Ich musste wegen dieser staubtrockenen Bemerkung so lachen, dass ich mich kaum noch einkriegen konnte.

Mein Fazit: Mitch Ryder besucht unser Land seit 1979, ist nun 65 Jahre jung, er scheint dabei immer noch „hungrig“, auch nach dieser langen, kräftezehrenden Karriere. Oft kreisten die Gedanken bei vielen Fans nach dem Motto: „Im nächsten Jahr ist wohl keine weitere Steigerung mehr möglich“. Mitch Ryder hat solche Überlegungen, die vielleicht naheliegend waren,  immer Lügen gestraft und als Phrasen links liegen lassen. Er überzeugt, variiert, gibt sein Bestes, powert sich für sein Publikum aus und schreibt noch immer geniale Songs. Mitch Ryder ist kurz gesagt einmalig!

Ich freue mich schon jetzt auf ein Wiedersehen. Bis zum nächsten Jahr, Mr. Mitch Ryder!

Noch ein paar persönliche Worte:
Einen lieben Dank an alle Fans, von denen ich vor und nach dem Konzert so viel Zuspruch für meine Homepage erhalten habe. Danke auch an Mitch Ryder, Megan,  Manne (mit dem wir nach dem Konzert wieder in seinen Geburtstag hineinfeiern durften), Boddi, Hannes, Heiner, Pitti und Gert. Danke an alle, die mich bislang so toll unterstützt haben. Ihr seit einfach Klasse!

Rainer

Für die mangelhafte Qualität der Fotos möchte ich mich entschuldigen, denn: Wenn ich überhaupt mal ein paar
Bilder bei einem Konzert einfange, dann OHNE Blitzlicht. Diese "VERblendenden Blitz-Orgien" von "Handy-Automaten"
sind für die Künstler sicher unerträglich und auch, wie ich finde, respektlos.
-Rainer-


 

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