Harmonie, Bonn, 27.02.2011


Ticket


  • Back At Work 
  • Long Hard Road 
  • Ain`t Nobody White 
  • All The Fools It Sees 
  • Freedom 
  • It Wasn`t Me 
  • Red Scar Eyes 
  • The Terrorist 
  • Moondog House 
  • The Thrill Of It All 
  • War 
  • Dear Lord, Won`t You Help This Child 
  • Freezin`In Hell 
  • All Along The Watchtower
  • Hot House 
  • Tough Kid 
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  • The Wind Cries Mary
  • Liberty 
  • It`s All Over Now 
  • Little Latin Lupe Lu 
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  • Soulkitchen 

Review: Rainer Peschen; Fotos mit Dank an Ronnie
Mitch Ryder in Bonn. Es ist schon erstaunlich, dass der Detroiter in diesem Jahr die Harmonie bereits zum neunten Mal besuchte. Zum ersten Mal wählten er und Tourmanager Gert Leiser diese Location im Jahre 2002, so ging es dann Jahr für Jahr gemeinsam mit Engerling weiter, nur 2004 bekam die Burg Satzvey in Mechernich den Zuschlag, eben wegen der damaligen Rockpalast-Aufzeichnung. Man kann ohne Übertreibung sagen, dass die Konzerte in dieser tollen Location zu den Höhepunkten der jeweiligen Tournee zählen. Auch für mich zählt die Harmonie zu den persönlichen Lieblingslocations in NRW.

Ich möchte hier gar nicht so sehr auf die einzelnen Songs eingehen, denn mit der Setlist in diesem Jahr habe ich mich bereits bei meinem Solingen-Review ausführlich beschäftigt. Mir geht es hier vielmehr um den Gesamteindruck des Abends, denn diesmal wechselte ich bewusst die Perspektive. Sind meine Frau Elke und ich normalerweise eher in der "Front Row" zu finden, wählten wir diesmal die Galerie mit Blick von oben auf das Geschehen, was wir nicht bereuten. Der Sound ist hier in der Höhe, um einiges weiter weg von der Stage, klarer, differnzierter, die Kanaltrennung und das Zusammenspiel der Instrumente ist sauber und ausgewogen. Das ist überhaupt das tolle an der Harmonie, selbst am Seitengang an der großen Theke kann man noch ein ausgewogenes Klangbild genießen. Solche günstigen Voraussetzungen für das Publikum findet man beileibe nicht in jeder Konzertlocation vor.

Wie erwartet war auch diese Show ein Ereignis für wirkliche Kenner und Fans. Obwohl ich die "Special Birthday-Show" vom Vortag noch im Ohr hatte, packte mich das Konzert wieder von Neuem. Die geniale Wandlungsfähigkeit von Mitch Ryders Stimme, seine Shouts und dazu dann die perfekt agierende Band Engerling, da kann einfach keine Langeweile aufkommen. Auch die Hendrix-Songs überzeugten wieder durch ihre Perfektion und wurde sogar noch um einen Titel erweitert, Freedom. Mitch Ryder nahm diesen Song kurzerhand an diesem Abend zu Ehren eines weitgereisten Besuchers auf. Na, wenn das nicht spontan ist, was denn dann?

Resümee: Dieser Abend war ein Genuss, schade nur, dass über zweieinhalb Stunden (!) so schnell vorbeigehen können ... . Das Publikum war begeistert, fasziniert und ich bin mir sicher, an diesem Abend ist keiner dieser Menschen enttäuscht nach Hause gegangen.
Danke Mitch Ryder, danke Engerling! Mein Dank gilt auch den vielen Fans, die mich wegen meiner Homepage angesprochen haben. Ich habe mich über diese "Smalltalks" sehr gefreut, denn ohne Fans wäre "spitting-lizard" völlig sinnlos!

P.S.
Ich bin nun schon öfter gefragt worden, warum Hannes Schulze bei dieser Tournee hinter einer Wand aus Pexiglas sein kraftvolles Schlagzeugspiel (was ich persönlich sehr liebe) präsentiert. Sieht man eben nicht so oft bei Konzerten. Als Laie habe ich Gert Leiser gefragt und ich möchte versuchen, es hier kurz zu erklären. Hoffentlich drücke ich mich richtig aus ... .
Durch diese Wand wird schlicht und einfach verhindert, dass das Schlagzeug auch durch das Gesangsmikrofon zu hören ist. Die Mischpulteinstellungen sind beim Gesangsmikro rein auf die Vocals zugeschnitten. Schlagzeug könnte da einen ungewollten Sound mit auf die PA und vor allem auch auf  Mitch Ryders "In Ear-Monitoring" bringen. An dem Soundgenuss für das Publikum ändert sich durch diesen Aufbau so gut wie nichts, da der Sound des Schlagzeugs ja auch über das Mischpult ausgesteuert und durch die PA verstärkt wird.
So habe ich es verstanden, stimmt´s Gert?


 

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