5. Rockpalast Nacht, 06.-07.10.1979

 

 

- The Legendary Full Moon Concert -

"Eine Vollmondnacht - Eine Show - Eine Legende"



 
 
 

Line-Up:
Mitch Ryder - Vocals, Tambourine
Richard Schein - Guitar
Joe Gutc - Guitar
Marc Gougeon - Bass
Wilson Owens - Drums
Billy Csernits - Keyboards
Setlist:
01. Long Hard Road
02. War
03. Nice And Easy
04. Jenny Take A Ride 
05. Ain´t Nobody White 
06. Devil With A Blue Dress On /Good Golly ...
07. Liberty
08. Dance Ourselves To Death 
09. Wicked Messenger 
10. Rock´n Roll
11. Tough Kid
12. True Love
13. Soul Kitchen

 
 

 

Wie alles begann:

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Das "Interview" mit Alan Bangs vor der Show
Das Foto stammt aus einem Rock-Kalender
aus dem Jahr 1984

 

Billy Csernits
- Foto mit Dank an Billy -

 
 

 
 

Die erste Bootleg-LP der Show
(Stark limitierte Auflage).
Es enthält Auszüge der Radioübertragung.

 


Die ersten offiziellen Veröffenlichungen des Konzerts: 
Rock´n´Roll/Soul Kitchen als Maxi-Single. 
Oben die deutsche Line-Veröffentlichung, 
unten das rare Underdog (Seeds and Stems)-Release 
aus Frankreich.
Die deutsche-Line Version war damals stark limitiert 
und auch rasch vergriffen, ist heutzutage aber wieder
öfter auf  Schallplattenbörsen erhältlich.


 
 

 
 

In dem Buch "Nightflights-
Das Tagebuch eines Dee Jay"
beschreibt Alan Bangs ausführlich 
das legendäre Konzert.
Auch die weitere Zusammenarbeit 
mit Mitch wird erwähnt. Leider ist dieses Buch 
vergriffen und nurnoch sehr schwer
über Antiquariate zu bekommen.










Auszug aus dem Buch "Nightflights-Das Tagebuch eines Dee Jay" von Alan Bangs.
ECON-Verlag, 1. Auflage 1985, Seite 105, 2. bis 3. Absatz
.

.. Meiner Meinung nach war sein Auftritt in jener Nacht einer der besten Vorstellungen, die ich je erlebt habe - und wie alle wirklich guten Vorstellungen enthielt sie Momente, in denen sich der ganze Mikrokosmos ihrer Größe widerspiegelte. Einer dieser Momente kam bei "Ain´t Nobody White Can Sing The Blues", und heute noch läuft mir jedesmal, wenn ich daran denke, ein Schauer über den Rücken.
Er offenbarte nicht nur die Spannung, die während des ganzen Konzerts zwischen Mitch Ryder und seiner Band bestand, sondern auch die zwischen Willard Levise (Ryders wirklicher Name) und seinem Alter Ego, dem schon genannten Mitch Ryder, nicht zu vergessen das gespannte Verhältnis zu seinem Publikum
Der Song hieß nach einer Äußerung, die angeblich von Ray Charles stammte und Elvis Costello zu der Behauptung veranlasste: "Der Mann muß einfach zu blind zum Sehen sein." Was eigentlich gemeint war, ist natürlich die Ansicht, dass Weiße, da sie nie so wie die Schwarzen gelitten haben, auch nicht in der Lage sind, das tiefe Gefühl, das für den Blues nötig ist zu empfinden. Die Annahme als solche war Grund genug, um Mitch Ryder leiden zu lassen, doch es erübrigt sich hier wohl, darauf hinzuweisen, dass die Wurzeln seiner Unzufriedenheit ganz woanders, nämlich in seiner widersprüchlichen Natur liegen. Der Blues ist nicht nur die Folge eines sozialen, sondern auch eines persönlichen Leidens, und Mitch Ryder hat in dieser Nacht in Essen gelitten. Manchmal tat es einem richtig weh, es mit anzusehen; es war schon fast zuviel. Mache Leute behaupteten nachher, dass Ryder zu weit gegangen war, dass er den Leuten mehr offenbart hatte, als ihnen zuzumuten war. Sie sagten auch, er hätte sich vor Millionen von Fernsehzuschauern lächerlich gemacht. Sie waren "peinlich berührt" und wandten sich ab. Ich glaube, sie haben etwas verpasst. ...

 
 

 
 

siehe auch DVD
"Mitch Ryder at Rockpalast"
Es war ein aufsehenerregendes Konzert: Nach Southside Johnny und Nils Lofgren kam der Detroiter auf die Bühne, angemacht durch - wie er sagte - dünnblütigen Rock & Roll. Er wollte den Leuten im Saal und vor dem Fernseher zeigen, was Rock wirklich bedeutet!
Und schon war die Diskussion im Gange. Rock & Roll bzw. junge Musik soll laut Meinung des Mitch Ryder eine Abkehr von Spielregeln sein, es soll vor allem keine arrangierte und per Sekundenablauf vorkalkulierte Show sein. Und dementsprechend hat er sich verhalten. ...  Er hat Radau gemacht, sich nicht an Konzepte gehalten, keinen superperfekten Set abgeliefert, aber er hat einen herrlichen Rock & Roll „gebracht“, in bester Tradition aller wirklich überdauernder Performer.
Und er hat recht! Wenn sich Musiker und Sänger immer an das Vorgegebene gehalten hätten, dann hätten wir heute keinen Rock, keinen Beat, der Schwermetall-Rock wäre nie aufs Plastik gekommen und vor allem hätte es nie die neuen Wellen der Jetzt-Zeit gegeben.
.... Er hat´s gebracht, keiner hat´s erwartet. Und das musikalische Beispiel zeigt es ganz deutlich: Hier steht einer vor dem Mikrofon, der seine Seele rausschreit, der kommunizieren will, der keineswegs von sich behauptet, das er der Größte sei.
...
Text vom Backsleeve der Maxi-Single "Rock´n´ Roll".

 

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